Kurze Karte

Kurze Karte

Da es nun nicht immer möglich ist, eine Karte zu begucken, muss man sich nach anderen Methoden umschauen, um seine Leitkarte wieder zu finden. Eine dieser Möglichkeiten ist die kurze Karte. Hierfür schneidet man eine bekannte Karte an einer Schmalseite etwas ab. Am besten man legt ein Lineal auf die Karte, zieht es etwa einen Millimeter zurück und schneidet die überstehende Kante der Spielkarte mit einem Bastelmesser ab. Mischt man den Stapel nun, kann man die Leitkarte jederzeit durch Abrauschen wiederfinden. Man stößt den Stoß an einer Schmalseite glatt und legt den Daumen an. Lässt man die Karten nun der Reihe nach vom Daumen abspringen, hört man beim Erreichen der kurzen Karte ein auffallendes Klacken. Auch kann man die Verwerfung im Stapel spüren. Für den Zuschauer ist die kurze Karte hingegen nicht von den anderen zu unterscheiden. Man kann den Stapel nun trennen und die kurze Karte zu oberst legen.

An gewünschter Stelle

Man mischt das Spiel vor den Augen der Zuschauer und hebt einmal ab, so dass die Leitkarte oben liegt. So gibt man das Spiel dem ersten Zuschauer in die Hand und lässt ihn bis zu zwölf Karten auf den Tisch in einen Stapel abzählen, während man sich abwendet. Anschließend soll er den Stapel vom Tisch wieder auf den großen legen. Man kann dem Zuschauer erzählen, er solle dies tun, um sich die Zahl besser merken zu können. Denn während das Abzählen für das Publikum keinen Sinn ergeben mag, hat der Magier erreicht, dass die kurze Karte zur x-ten Karte im Stapel wird. Wobei x für die vom Zuschauer bestimmte Zahl steht. Nun fächern Sie die Karten auf und lassen einen zweiten Zuschauer eine Karte ziehen. Dabei sollte diese Karte nicht aus den ersten zwölf stammen. Man fächert also am Ende stärker auf und streckt dem Zuschauer diese Karten hin. Die ersten zwölf lässt man als Stapel. Man kann den Stoß auch effektvoll teilen und nur aus dem unteren Teil ziehen lassen. Nun rauscht man den Stoß kurz durch und spaltet ihn über der kurzen Karte. Dort legt der Zuschauer seine Karte ein. Die Zuschauerkarte liegt also nun x-ter Stelle. Man gebe das Spiel dem ersten Zuschauer und lasse ihn abzählen. An besagter Stelle findet dieser genau die Karte, die sich sein Kollege gemerkt hat.

Zwei Karten tauschen

Man mische das Spiel und rausche es kurz durch, um die Lage der kurzen Karte zu ermitteln. Danach fächere man bildoben auf und merke sich die Karte, die vor der Leitkarte liegt. Da man die ungefähre Lage der kurzen Karte kennt, kann dies sehr schnell geschehen, um den Zuschauer zu verwirren. Man kann also so tun, als fächere man nur auf, um seine Fingerfertigkeit im Umgang mit den Spielkarten zu demonstrieren. In Wirklichkeit merkt man sich die Karte, die vor der kurzen im Fächer liegt. Nun bildet man wieder einen Stoß und rauscht durch, bis man zur kurzen Karte kommt. Dort wird abgehoben, so dass die kurze Karte ganz unten und die gemerkte Karte ganz oben liegt. Der Zuschauer darf sich nun etwa ein Drittel der Karten nehmen und auf seiner Seite ablegen. Der Rest wird durchgemischt, wobei die unterste Karte zu oberst kommt. Nun darf sich der Zuschauer wieder ein Päckchen nehmen. Den Rest behält der Zauberer. Der Zuschauer nimmt sich nun von jedem Päckchen die oberste Karte, beguckt sie, während man selbst die restlichen Päckchen zusammen schiebt und vielleicht etwas gelangweilt durchmischt. Der Zuschauer tauscht die beiden Karten hinter seinem Rücken solange gegeneinander aus, bis er selbst nicht mehr weiß, welche welche ist. Eine Karte steckt er in seine Tasche oder legt sie verdeckt auf den Tisch. Die andere wird irgendwo in den Kartenstapel des Magiers geschoben. Dieser muss nur einmal kurz durchrauschen um zu erfahren, ob der Zuschauer die kurze oder eine normale Karte hat. Nun kann man sein Wissen effektvoll verkaufen.

Zwei auf einmal

Ein sehr effektvoller, wenn auch etwas riskanter Trick. Das gemischte Spiel mit der unten liegenden Leitkarte wird einem Zuschauer übergeben. Er soll einmal abheben, sich die oberste Karte merken und auf den Rest zurück legen. Nun wird das Abheben komplettiert. Die vorhin unten liegende Leitkarte wurde über die Zuschauerkarte geschmuggelt. Der Zauberkünstler hebt mehrmals ab. Am Ende muss die kurze Karte obenliegen. Ein zweiter Zuschauer macht noch einmal das gleiche. Seine Karte liegt jetzt über der Leitkarte. Der Magier hebt nun nochmals ab, so dass die Leitkarte etwa in der Mitte liegt. Diese wird nun aus dem Spiel gezogen und umgedreht, also bildoben, wieder an dieselbe Stelle zurück gesteckt. Man tue dabei so, als sei die Stelle völlig wahllos. Nun kann man das Spiel auffächern oder ausbreiten. Die gut sichtbare Karte und ihre Nachbarn werden in die Hand genommen und umgedreht. Nun sind die beiden Zuschauerkarten zu sehen.

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