Hurrikan

Hurrikan ist ein schönes Spiel für 2 Personen. Man benötigt ein 52er Blatt, aus dem die Zehnen, Neunen und Achten entfernt werden. Die Karten werden folgendermaßen bewertet: König 10, Dame 9, Bube 8, Sieben 7, Sechs 6, Fünf 5, Vier 4, Drei 3, Zwei 2, As 1. Zuerst bekommt jeder Spieler drei Karten, dann werden vier bildoben nebeneinander auf den Tisch gelegt. Nun kriegt jeder Spieler noch mal drei Karten und der Rest wird verdeckt gestapelt.

Nun wird ausgespielt. Wenn alle zwölf Karten ausgespielt wurden, erhalten die Spieler vom Stapel jeweils sechs neue. Sind auch diese zwölf Karten verspielt, noch mal jeweils sechs. Beim zweiten und dritten Geben werden jedoch keine Karten auf den Tisch gelegt.

Ziel beim Hurrikan ist es, so viele Karten wie möglich in seinen Besitz zu bringen. Besonders wertvoll sind Herz-Karten. Die Herz-Sieben ist besonders wichtig, aber auch alle anderen Siebenen sind erstrebenswert.

Vorhand spielt zuerst aus und ist bemüht, Karten vom Tisch zu gewinnen. Dies ist wie folgt möglich: Eine Karte auf dem Tisch muss vom Wert her der ausgespielten Karte entsprechen. Auch können zwei, drei oder gar alle vier Karten zusammen den Wert der ausgespielten Karte bilden. Angenommen, es wird eine Dame mit dem Wert 9 ausgespielt. Auf dem Tisch liegen As, Vier, Fünf und Sieben. Der Spieler kann also mit seiner Dame Vier und Fünf bekommen. Aber auch Zwei, Drei und Vier wären möglich. Die einzige Ausnahme ist, wenn auf dem Tisch eine Karte des selben Werts liegt, muss man diese nehmen. Würde also anstatt des As eine Dame liegen, muss er die andere Dame nehmen und nicht Vier und Fünf. Die ausgespielte und die erbeuteten Karten kommen in einen Stich. Der Gegner ist an der Reihe.

Nun kann es auch vorkommen, dass der Anspieler gleich alle vier Karten zugleich nehmen kann. Dies nennt man einen Hurrikan und für selbigen gibt es einen extra Punkt. Nach einem Hurrikan muss der Gegenspieler eine Karte aus seinem Blatt legen. Hat der erste Spieler nun die selbe Karte in der Hand kann er diese Karte ebenfalls stechen. Es liegt ja nur eine Karte auf dem Tisch und Kombinationen sind deshalb nicht möglich. Sticht er also erneut, hat er wieder abgeräumt und schon seinen zweiten Hurrikan. Der Gegner muss erneut eine Karte auslegen. Erst wenn sein Gegner diese nicht nehmen kann, ist der andere an der Reihe. Solange man also einen Hurrikan bekommt, darf man erneut ausspielen. Nimmt man allerdings nur einen Teil der Karten, ist der Gegner am Zug. Sticht Spieler A also z. B. nur zwei Karten, so ist Spieler B an der Reihe und kann vielleicht leichter abräumen, weil nur noch zwei Karten auf dem Tisch liegen. Solange Spieler A allerdings abräumt, legt Spieler B eine Karte, am besten eine, von der eine weitere hat. So ist schon mal die Chance geringer, das der Gegner ebenfalls eine Karte gleichen Wertes besitzt. Um den Gegner am Abräumen zu hindern, kann man auch eine Karte ausspielen, die keiner Karte oder Kombination auf dem Tisch entspricht. Diese wird dann einfach an die anderen Tischkarten gereiht. Am besten so, dass sich eine Kombination ergibt, die man selbst abräumen kann. Man spekuliert nun darauf, dass der Gegner ebenfalls nicht zum Abräumen kommt und man wieder dran ist.

Schlau ist es, sich alle gefallenen Karten zu merken. So kann man besser einschätzen welche Karten der Gegner in der Hand hält und ihn geschickt ins Abseits manövrieren. Das Spiel ist beendet, wenn die Spieler keine Karten mehr haben, oder wenn nach dem dritten Geben, keiner mehr eine Möglichkeit hat. Sollte diese Situation schon vorher auftreten, wird das Geben einfach vorgezogen.

Zur Abrechnung legt jeder seine Stiche offen. Zu den Hurrikan-Punkten addiert man noch:

  • 1 Punkt für denjenigen, der die meisten Karten hat (Bei Gleichstand wird der Punkt nicht vergeben!)
  • 1 Punkt für die meisten Herz-Karten (Bei Gleichstand wird der Punkt nicht vergeben!)
  • 1 Punkt für die Herz-Sieben

Ein weiterer Punkt wird für die vier höchsten Karten vergeben. Das Verfahren ist etwas kompliziert. Die Karten haben hierbei folgende Augen: Sieben 21, Sechs 18, As 16, Fünf 15, Vier 14, Drei 13, Zwei 12, König 10, Dame 9, Bube 8. Der höchstmögliche Wert wäre also 84 mit vier Siebenen. Jeder Spieler sucht also nach obiger Liste seine vier höchsten Karten heraus und addiert die Augen. Wer am meisten hat bekommt den Punkt.

Gewonnen hat nun der, der am ersten 16 Punkte erreicht. Es wird also zweimal, dreimal oder auch öfter in einer Runde gespielt. Herrscht am Ende Gleichstand, haben also beide Spieler 16, 17 oder 18 Punkte, wird noch ein Entscheidungsspiel ausgetragen.

Hurrikan zu viert

Man kann Hurrikan auch zu viert spielen. Hierbei gehören immer die zwei zusammen die gegenüber sitzen. Es werden gleich neun Karten ausgeben. Die Regeln sind dieselben, nur das die Punkte der Spieler einer Partei addiert werden. Außerdem wird bis 32 gespielt.

zum Seitenanfang